Fair-Fish: Umweltorganisationen untersuchten Seafood-Angebot
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 15. Juli 2007
fair-fishWinterthur (ots) - Rund ein Drittel des Angebots von Fischen und Meeresfrüchten in der Schweiz ist nicht nachhaltig. Dies zeigt eine Untersuchung durch die drei Umweltorganisationen Friend of the Sea, OceanCare und fair-fish aufgrund von Daten, welche Migros, Coop, Manor, Denner, Aldi und Volg, McDonald's und Mövenpick sowie die Verarbeiter Pizoler und Duport-Aberlé zur Verfügung gestellt hatten. Bei einem Treffen mit den drei Organisationen zeigten sich die Anbieter entschlossen, ihr Seafood-Angebot noch nachhaltiger zu gestalten. Die drei Organisationen sicherten ihre Unterstützung zu und wollen die Fortschritte jährlich dokumentieren.

In der Schweiz werden noch immer Arten angeboten, welche durch intensive Befischung gefährdet sind, insbesondere Heilbutt, Sackbrasse (Seabream) und Stör bzw. Kaviar, nordatlantischer Kabeljau (Dorsch), Schellfisch und roter (Blauflossen-) Thunfisch.

Zudem angeboten werden überfischte Arten wie Stint, Aal und Schwertfisch sowie die Grundfischarten Scholle, Seezunge, Steinbutt,
Tausende Tonnen von Korallen. Innert weniger Wochen kann mit unerwünschter Beifang weggeworfen werden - darunter laut Grundschleppnetze werden nur auf einige gefragte Arten angesetzt, riesige, mit Stahlplatten und schweren Rollen ausgerüstete Netze, die Seehecht, Hoki, Seelachs und Granatbarsch. Grundfische inklusive Heilbutt und Kalbeljau werden oft mit Grundschleppnetzen gefangen: über den Meeresboden gezogen werden, wo sie alles zerstören. räumen dabei aber grosse Mengen weiterer Arten ab, welche an Bord als UNO-Umweltprogramm auch Hunderttausende von Haien und Rochen sowie Grundschleppnetzen ein Lebensraum zerstört werden, der in Jahrtausenden heranwuchs.

Fischkonserven stammen im allgemeinen aus einer weniger schädlichen Fischerei als frische oder gefrorene Fische. Das liegt daran, dass Konserven meist Arten wie Sardinen, Sardellen, Makrelen und Thon enthalten, welche sich innert kurzer Zeit fortpflanzen. Dadurch widerstehen diese Arten selbst intensiver Befischung. Weil  sie an der Wasseroberfläche leben, können sie zudem mit selektiven Methoden wie Leine oder Rindwade befischt werden, welche die marine Umwelt und andere Arten wenig beeinträchtigen.


Hintergründe: www.fair-fish.ch/wissen/nachhaltig www.friendofthesea.org , www.oceancare.org

 

Quelle:
Verein fair-fish
Heinzpeter Studer
Fachstellenleiter
Grüzenstr. 22
8400 Winterthur
Tel.: +41/52/301'44'35
Fax : +41/52/301'45'80
Mobile: +41/79/545'35'39
Internet: www.fair-fish.ch

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