Niemals ohne Echolot und GPS nach Norwegen!
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 23. Mai 2008
Immer wieder begegnen uns Angler - ob in Norwegen oder auf der Ostsee, die ohne Echolot und GPS unterwegs sind - oftmals sind sie nicht einmal mit Seekarten und Kompass ausgestattet. Uns ist es ein Rätsel, wie diese Angelkollegen bei plötzlich aufkommendem Nebel, der am Abend in Norwegen gar nicht so selten ist dann wieder nach Hause finden wollen. Das ist ein ganz konkretes Sicherheitsproblem und sollte nicht leichtfertig in Kauf genommen werden!

echolot_humminbird_787cKompass/GPS/Kartenplotter


Über einen Kompass müssen wir hoffentlich mit niemandem mehr diskutieren, der gehört einfach auf jedes Boot! Nicht nur um an der Ostsee nach Hause zu finden wenn Nebel oder Unwetter einem die Orientierung schwer machen - auch in Norwegens Fjorden kann der Kompass wertvolle Hilfe leisten, wenn man mit Hilfe von Seekarten im Nebel nach Hause navigieren muß.

Einfacher und bequemer als ein Kompass ist ein Hand-GPS alle mal: Vor der ersten Angelausfahrt wird im Hafen ein Marker gesetzt und schon findet man immer zielgenau und auf dem direkten Weg nach Hause! Noch bequemer ist nur noch ein Kartenplotter. Zusammen mit aktuellem Kartenmaterial können so auch gefährliche Schärengürtel bei Nebel oder schlechter Sicht durchfahren werden ohne Angst vor den vielen Steinen und Inselchen haben zu müssen.

Wir machen den Kartenplotter meist im Hafen schon an, um den ersten Marker in einem unbekannten Angelgebiet zu setzen - erwartet uns dann ein Schärengürtel oder ein Gebiet mit vielen Untiefen in dem besonders vorsichtig navigiert werden muß, "tracken" wir die erste Fahrt mit und speichern diesen Track für den Notfall - so haben so eine perfekte Anleitung wie wir wieder nach Hause kommen, denn wir müssen diesem Track nur wieder in umgekehrter Richtung folgen und kommen garantiert ohne Grundberührung in den heimischen Hafen.

Das GPS oder der Kartenplotter machen ebenso Sinn, wenn man eine besonders gute Drift mit besonders guten Fischen gefunden hat, mit dem GPS/Kartenplotter setzen wir an genau dem Punkt ein, an dem wir auch beim ersten Mal gestartet sind oder testen ganz gezielt eine Drift parallel zur vorherigen.

Beim Schleppen auf Heilbutt oder Meerforellen sehen wir oftmals interessante Stellen oder riesige Futterfischwolken, können diese aber in dem Moment nicht beangeln - hier wird dann ein Marker gesetzt und wir können die Stelle noch einmal ganz genau unter die Lupe nehmen.

Es gibt also sehr viele Gründe für ein GPS oder gar einen Kartenplotter!

Echolot


Aber nicht nur dafür machen diese Geräte Sinn - auch auf ein Echolot würden wir nicht mehr verzichten. Oft hört man von den Vermietern: "Bei uns braucht ihr so etwas nicht ... hier fangt ihr auch so gut!" Dann freuen sich die Angler über grade maßige Dorsche und Seelachse und schauen den Kollegen am Filetiertisch traurig zu, die erfolgreicher waren als sie selbst ... oder man hört Sprüche wie: Es wird auch jedes Jahr schlechter ... das stimmt nicht, nur der Fisch ist nicht jeden Tag und schon gar nicht jedes Jahr an der gleichen Stelle. Die Bucht die gestern noch voller Futterfisch stand, kann morgen schon völlig leer sein ... wohl dem, der dann sieht, ob Futterfischwolken im Mittelwasser unterwegs sind. Oder ein anderes Beispiel - im Andfjord gibt es Plateau, das sich ca. 500m lang und 50m breit in 30-50 Meter Wassertiefe befindet. Selbst wenn ich das Plateau aufgrund von Landmarken finden sollte (was eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist!!) muß ich noch die Kanten finden, an denen die Fische stehen - manchmal ist dies die Nordseite wenn das Wasser hereindrückt - machmal aber auch nicht ... um eine optimale Drift zu finden brauche ich die Kanten, die verschiedenen Höhen des Plateaus und ich muß sehen, wo der Fisch steht ... und wie ich am besten über die Fische driften kann um ein paar davon ins Boot zu holen.

Auch wenn viele Angelkollegen das Gegenteil behaupten - wenn ich Fisch auf dem Echolot gesehen habe habe ich auch gefangen ... hatte ich keinen Fisch auf dem Echolot habe ich kaum bis gar nicht gefangen. Trotz dem macht es manchmal Sinn an diesen Stellen zu bleiben. Wir kennen etliche Stellen an der Ostsee und in Norwegen, wo wir nur durchhalten müssen - einmal am Tag kommt die Stunde wo es richtig knallt ... der Mjosund in Andorja ist so ein Fall - links und rechts der großen Brücke geht immer etwas, man darf aufgrund der langen Wege nur nicht aufgeben, sondern muß dort im Umkreis suchen und bisher hat es sich immer gelohnt zu warten ... ob Wahnsinnsbisse die nicht zu halten waren (ein Heilbutt war uns dort noch nicht vergönnt - es wurden aber schon etliche bis 70kg gefangen), 15-20kg Dorsche oder 3-Kilo-Rotbarsche ... irgendwann schlägt einem dort die glückliche Stunde!!

In allen andern Fällen macht es aber Sinn aktiv nach den Fischen zu suchen ... nicht nach den Fisch-IDs der modernen Echolote, sondern nach den Futterfischwolken die zu erkennen sind, wenn man die Fisch-ID abstellt ... und da drunter, da stehen dann auch die richtig Großen!

Wenn man auf Rotbarsch oder Leng unterwegs ist, ist ein gutes Echolot ebenso unverzichtbar, denn zum Einen muß ich in die Tiefe kommen, wo diese Fische zu finden sind - normale Billigecholote geben leider oft schon bei 150-250 Metern Wassertiefe auf oder müssen aufwendig von Hand umgestellt werden (50kHz statt 200kHz) was Anfänger überfordert. Zum Anderen muß ich auch in diesen Tiefen noch ein relativ genaues Bild vom Grund bekommen, denn nur in den Löchern, über Geröllhalden oder bei ähnlich auffälligen Formen am Grund werde ich meine kapitale Überraschung erleben.

Am Besten ist natürlich eine Kombination aus Echolot und GPS!

norwegen-fishing Viele Angler haben das Argument, dass Ihnen die Geräte für die ein bis zwei Angelurlaube im Jahr schlichtweg zu teuer sind und Ihre Vermieter in Norwegen, Schweden, Dänemark oder an der deutschen Ostseeküste einfach keine Echolote und schon gar keine Kartenplotter an den Booten haben oder verleihen. Im ersten Punkt müssen wir den Kollegen recht geben ... die 600-800€ die ein vernünftiger Kartenplotter mindestens kostet, ist eine Menge Holz - so viel kosten schon die meisten Angelreisen bei Knurris Angeltouren - es gibt aber auch einen Verleihservice für hochwertige Echolote, Kartenplotter, GPS-Geräte und auch elektrische Angelrollen. Unter Angelgeraeteverleih.de stellt der Betreiber von Norwegen-Fishing.de - Tino Sammler - hochwertiges Angelgerät für diejenigen zur Verfügung, die nicht soviel Geld ausgeben - aber auf die Sicherheit, den Komfort und auch den Angelerfolg nicht verzichten möchten.

Die Angebote können sich sehen lassen - so kosten portable Echolote für einen 14tägigen Urlaub ab  54,90€ sowie dann 3,00€ für jeden weiteren Tag ... GPS-Geräte sind ab 24,90€ und Elektrorollen ab 44,90€ für 14 Urlaubstage zu mieten - das ist mehr als fair!!

Weitere Infos finden sich unter: http://www.angelgeraeteverleih.de

 

 

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