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Sanierung der PFT-belasteten Fläche in Scharfenberg beginnt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 15. Dezember 2006
Die Sanierung der PFT-belasteten Fläche in Brilon-Scharfenberg hat begonnen. „Ich bin froh, dass wir noch in diesem Jahr anfangen konnten, um weiteren Schaden von der Umwelt abzuwenden“, sagte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, der sich heute vor Ort über die Sanierungsmaßnahme informierte. Das Umweltministerium hatte dafür knapp 700.000 Euro bereitgestellt.

Der Bewilligungsbescheid über eine achtzigprozentige Förderung der Sanierungsmaßnahme wurde in der letzten Woche dem Hochsauerlandkreis über die Bezirksregierung Arnsberg zugeleitet. Uhlenberg: „Damit habe ich die Voraussetzungen geschaffen, dass nun die Bagger anrücken können. Der Hochsauerlandkreis als Untere Bodenschutzbehörde führt die Sanierung in Ersatzvornahme durch. Unabhängig davon werden alle Anstrengungen unternommen, um den Verursacher für die Kosten heranzuziehen.“

Bei der risikoorientierten Untersuchung der mit dem PFT-belasteten Abfallgemisch aus der Firma GW Umwelt in Borchen beaufschlagten Flächen wurde in Brilon-Scharfenberg eine Fläche mit sehr hoher Belastung festgestellt. Diese zehn Hektar große Fläche mit der bis in tiefere Bodenschichten reichenden PFT-Belastung von bis zu 6.000 Mikrogramm pro Kilogramm trägt wesentlich zum aktuellen PFT-Eintrag in die Möhne-Talsperre bei. Die Maßnahme wird daher, vor allem aus Gründen des Gewässerschutzes, als sehr dringlich angesehen. „Der Schadstoffaustrag aus dieser Fläche muss – auch aus jahreszeitlichen Gründen – möglichst schnell gestoppt werden“, erklärte Uhlenberg.

Nach einem Sanierungsvarianten­vergleich durch das Landesumweltamt hat sich die Fassung von Oberflächen- und Sickerwasser durch eine Fangdrainage im Abstrom der belasteten Fläche als effizienteste und wirtschaftlichste Maßnahme erwiesen. Die

Umsetzung der Sanierungsmaßnahme ist im Rahmen einer Detailuntersuchung vorbereitet worden, die vom Umweltministerium mit 80.000 Euro unterstützt wurde.

Die Fläche liegt auf einer Kuppe und entwässert zu zwei angrenzenden Bachläufen, überwiegend zur Steinbecke und in geringerem Maße zum Kloßsiepen. Durch Sondierungen und Brunnen wurde erkundet, auf welchen Wegen das belastete Wasser den Bachläufen zuströmt. Das mit der Drainage aufgefangene PFT-belastete Wasser wird in ein Sedimentationsbecken geleitet und dann durch einen Aktivkohle-Filter gereinigt. Als erster Abschnitt wird nun mit dem Bau der Drainage und dem Auffangbecken begonnen.

Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW - www.munlv.nrw.de

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